Damit jeder Tropfer gleich viel Wasser abgibt, muss in der ganzen Anlage genug Wasserdruck ankommen. Auf dem Weg durch Rohre, Filter und Fittings geht jedoch Druck verloren – der Druckverlust. Wer ihn kennt und einplant, vermeidet schwache Endtropfer und Ausfälle.
Woher der Druckverlust kommt
- Reibung im Rohr: steigt mit der Länge und sinkt mit größerem Durchmesser.
- Durchfluss: je mehr Wasser, desto höher der Reibungsverlust.
- Höhenunterschied: 10 Meter Höhe entsprechen rund 1 bar.
- Bauteile: Filter, Ventile und Fittings kosten zusätzlich Druck.
Faustregeln für die Praxis
| Größe | Richtwert |
|---|---|
| Betriebsdruck Tropfer | 1–2 bar |
| Höhendifferenz | 10 m ≈ 1 bar |
| Strömungsgeschwindigkeit | möglichst ≤ 1,5 m/s im Rohr |
| Druckverlust je Zone | als Reserve ca. 0,5 bar einplanen |
So vermeiden Sie zu hohen Druckverlust
Den größten Hebel hat der Rohrdurchmesser: Ein größeres Rohr senkt die Geschwindigkeit und damit den Verlust deutlich. Weitere Maßnahmen: lange Stränge in Zonen aufteilen, den Filter regelmäßig reinigen und bei zu hohem Eingangsdruck einen Druckminderer auf 1–2 bar setzen.
Direkt ausrechnen
Den passenden Durchmesser zum Durchfluss ermitteln Sie hier:
Die Grundlage – den verfügbaren Durchfluss – messen Sie mit der Eimer-Methode. Den kompletten Plan inklusive Stückliste erstellt der Bewässerungsplaner.
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